ja, gestern um 8.15 uhr hat die op begonnen und um 11.15 durften wir wieder zu unserem sohn.
die nacht von donnerstag auf freitag war schlimm für mich. ich wachte stündlich auf, hatte bauchweh und herzklopfen und ab 4.30 uhr war ich dann endgültig wach.
wir waren dann sogar schon um 6 uhr im spital, da durch den fenstertag wenig verkehr war.
wir meldeten uns an, bezogen das zimmer, und um 8 uhr fuhren wir schon in den aufwachraum. dort waren noch ein zweiter bub und seine eltern. eine total liebe, lustige krankenschwester begrüßte uns. sie teilte gleich luftballone an die kinder aus. dann kamen die krankenschwester und der krankenpfleger, die im op für unseren sohn zuständig waren und stellten sich mit vornamen bei ihm vor. sie zeichneten gemeinsam ein gesicht auf den luftballon.
inzwischen kam der anästhesist, wir klärten letzte fragen und mein sohn bekam ein schlafmittel. er durfte, wie von ihm gewünscht, seine superman-shorts anlassen und seinen stoffpinguin mit in den op nehmen.
dann ging die "reise im raumschiff" los. bis zuletzt lachten und kuschelten wir, das verabschieden bekam er nicht mehr mit.
ich war sehr überwältigt von meinen gefühlen und seiner tapferkeit und konnte meine tränen nicht zurückhalten. alles lief so gut...
jetzt begann das warten. wir besprachen mit der aufwachraum-krankenschwester, wie sie uns erreichen konnte und sie versicherte uns, daß sie uns rufen würde, bevor mein sohn aus der narkose aufwacht.
ich hatte plötzlich großes vertrauen an alle betreuenden dort. mir ging es deutlich besser.
nach 2,5 stunden setzten mein mann und ich uns in die wartezone des aufwachraumes.
plötzlich sahen wir frau prof., sie kam zu uns. ich fragte sie, ob sie wüßte, wie es unserem sohn geht, ob sie bei der op dabei war? sie sagte uns, daß sie selbst operiert hatte (wie es unser wunsch war) es ihm gut gehe und die ohren sehr schön geworden sind.
wenige minuten später wurden wir geholt. der anästhesist wartete schon mit infos auf uns und berichtete, daß alles super verlaufen ist.
meine erleichterung kann ich nicht in worte fassen.
als wir bei meinem sohn ankamen schlief er noch. nach einer viertel stunde wachte er auf, wir streichelten ihn, und er sagte : wo bin ich ? ist alles vorbei ?
beim schlafen hat er den verband verloren, was uns einen blick auf seine ohren ermöglichte. wau, die schönsten operierten ohren der welt hat er jetzt ;o))))
frau prof. wurde angepagert, da sie den neuen verband selbst anlegen wollte.
nach einer stunde fuhren wir dann zurück auf die station.
am nachmittag hatte ich gelegenheit mit frau prof. genauer über die angewendete technik zu sprechen.
sie selbst wollte heute noch einen blick auf die ohren werfen.
mein sohn schlief ohne zusätzliches schmerzmittel gut in der nacht.
als kurz vor 7 uhr der rettungshubschrauber vor unserem fenster landete, dachte ich sofort, daß frau prof. sicher in den op musste.
bei der visite erfuhren wir, daß sie im not-op ist und ev. ein anderer arzt die heutige abschlußkontrolle machen wird.
kurze zeit später stand sie aber schon in unserem zimmer, um einen kontrollblick auf die ohren zu werfen.
ich bedankte mich sehr bei ihr für die ausgezeichnete betreuung und dafür, daß sie mich mit all meinen fragen ernst genommen hat und mir immer anbot, daß ich mich bei unklarheiten an sie wenden dürfte.
am freitag findet bei ihr die endgültige abschlußuntersuchung statt.
als ich meinen sohn gestern am abend fragte, was für ihn das unangenehmste war und wovor er am meisten angst hatte, sah er mich lächelnd an und anwortete: gar nichts !
diese 2 worte machten mich unendlich glücklich. die lange zeit der vorbereitung und info suche hat sich wirklich gelohnt. es gab keine unangenehme überraschung, ich habe meinen sohn über alles informiert und hätte mir nichts anders gewünscht.
gestern war ein großartiges team am werk, das auf die bedürfnisse unseres sohnes eingegangen ist. bittere medizin wurde mit himbeersaft vermischt, ein "zauberpflaster" wurde fürs zuganglegen geklebt,...
jetzt müssen wir ihn noch 5 tage bei laune halten, denn den verband wünscht er sich weg. außerdem möchte er fahrradfahren, laufen,..., wie wenn gestern keine op gewesen wäre.
ich bin sehr dankbar, daß wir diese tolle ärztin getroffen haben und alles so gut verlaufen ist.
allen, die mir geschrieben haben, möchte ich auch für die unterstützung in der vorbereitungsphase danken. dieser austausch und die motivation waren sehr wichtig für mich. DANKE
alles liebe,
eine super entspannte
esprit